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Transparenzwochen: Thurgau ist Pionierin bei Open Government Data

4.Mai.2017

Am vergangenen Mittwochabend referierte André Golliez, Präsident des Vereins opendata.ch im Rahmen der Transparenzwochen der SP Thurgau im BZT Frauenfeld über „Open Government Data“ und Datenpolitik. Über den geringen Andrang in der Aula des Bildungszentrums für Technik zeigte sich Golliez unbeeindruckt. Das immer wichtiger werdende Thema sei noch nicht ganz bei den Leuten angekommen. So durften sich die anwesenden Mitglieder der SP Thurgau und Gäste gleich selbst als Pioniere fühlen und dem beeindruckenden Vortrag entnehmen, dass der Kanton Thurgau trotz fehlendem Öffentlichkeitsgesetz einer der Vorreiterkantone im Thema „Open Government Data“ ist.

Golliez, der den Prozess der Veröffentlichung von Thurgauer Verwaltungsdaten eng begleitet, stellte erst die Grundsätze der heute immer notwendigeren Datenpolitik vor. So seien Daten eben nicht das „neue Erdöl“, weil sie beliebig kopiert und parallel zueinander genutzt werden können und somit eine „Infrastruktur-Ressource“ sind.
Die Vision der Vordenker von offenen Daten in der Schweiz sind sogenannte „Daten-Allmende“ (engl. data commons), die allen zur Verfügung stehen und genutzt werden können. Mit offengelegten Verwaltungsdaten in solchen Allmenden lässt sich nicht nur die Transparenz der politischen Abläufe in Parlamenten und Verwaltungen verbessern, sie bieten auch das Potential, echte Innovationsschübe auszulösen. Datenpolitik ist schliesslich notwendig, um die Rahmenbedingungen für solche „Daten-Allmende“ festzulegen, dabei die Privatsphäre von den Einzelpersonen zu schützen und die Regeln im Umgang mit Personendaten festzulegen. Diese sind generell von dem Prinzip der offenen Daten ausgenommen.
Der Thurgau wird noch diesen Sommer eine erste Tranche von Verwaltungsdaten nach dem Prinzip von „Open Government Data“ über die bundesweite Plattform opendata.swiss öffentlich zugänglich machen.

Die SP Thurgau bleibt dran!




SP vor Ort