FÜR ALLE STATT FÜR WENIGE


Breites Bündnis gegen die AHV21-Reform

25.August.2022

Allein in den nächsten zehn Jahren sollen die Renten der Frauen um sieben Milliarden gekürzt werden. Das ist beschämend. Trotzdem will das Parlament mit der Reform AHV21 eine Abbauvorlage auf dem Buckel der Frauen umsetzen. Ein überparteiliches Komittee sagt darum klar NEIN zur AHV21-Reform und bietet damit an seiner Pressekonferenz vom 24. August der bürgerlichen Übermacht die Stirn.

(Medienmitteilung) Mit der Reform der Alters- und Hinterbliebenenversicherung (AHV) werden Frauen zur Kasse gebeten. Dagegen bündeln wir unsere Kräfte: Die SP Thurgau, die JUSO Thurgau, der Gewerkschaftsbund Thurgau, die Grünen Thurgau, die Jungen Grünen Thurgau, «Travail. Suisse» Ostschweizer und der SBK -­ Berufsverband der Pflegefachpersonen stellen unter anderem fest:

1. Der Rentenabbau mit der AHV21-Reform basiert auf dem Rücken der Frauen
im Rahmen des Frauenstreiks gingen in den letzten Jahren bis zu 15000 Menschen auf die Strasse und fordern die Gleichstellung der Geschlechter. Die AHV21-Reform tritt aber genau diese Gleichstellung mit Füssen und missachtet somit die Stimmung im Volk. Frauen erhalten in der Schweiz im Schnitt 37% weniger Rente als die Männer und sie müssen sehr oft Ergänzungsleistungen beziehen. Diesem Ungleichgewicht wird in der Reform keine Rechnung getragen.
2. Die Job-Situation für über 60-Jährige wird verschärft
Ein höheres Rentenalter wird noch mehr Menschen in die Langzeitarbeitslosigkeit und Sozialhilfe treiben. Gleichzeitig drohen weitere Verschärfungen wie die Renteninitiative. Sie will das Rentenalter an die Lebenserwartung koppeln. Damit könnte das Rentenalter auf 67 oder noch höher steigen.
3. Die Vorlage missachtet alternative Finanzierungsformen und zwingt die Normalbevölkerung zur Kasse
Das nationale Parlement hat beispielsweise darauf verzichtet Überschüsse der Schweizerischen Nationalbank in die AHV fliessen zu lassen. Mit der Erhöhung der Mehrwertsteuer werden die Kosten wieder auf die normale Bevölkerung umgewälzt. Für sie heisst es: Mehr bezahlen – weniger erhalten.

Darum 2x Nein am 25. September zur AHV21-Reform.

Weitere Infos finden Sie in der Medienmappe. Besten Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Yves Müller, Parteisekretär SP Thurgau




SP vor Ort